
Rework/Nacharbeit richtig steuern: Qualität retten und ohne Folgekosten
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In der Qualitätssicherung entstehen die teuersten Probleme selten durch den Fehler selbst. Sie entstehen durch fehlende Transparenz danach: keiner weiß genau, was gerade passiert, wie weit man ist, was es kostet und wann wieder geliefert werden kann. Dann laufen Abstimmungsschleifen, es wird “gefühlte” Planung gemacht und der Kunde bekommt Antworten, die man später wieder einsammeln muss.
Daily Reporting löst genau dieses Chaos. Nicht als Excel-Friedhof, sondern als täglicher, klarer Blick auf Fakten: Status, Durchsatz, Fehlerbilder, Kosten und nächste Schritte. Wer das sauber aufsetzt, trifft schneller Entscheidungen, verhindert Blindflug und verbessert die Kundenkommunikation messbar.
Was Daily Reporting wirklich ist
Daily Reporting bedeutet: Sie haben jeden Tag zur gleichen Zeit eine belastbare, einheitliche Sicht auf die Lage. Nicht “wir glauben, wir sind bei 70%”, sondern: wir sind bei 72%, heute 3.420 Stück geprüft, Fehlerquote 1,8%, Hauptfehler X, Restmenge Y, Fertigstellung voraussichtlich Datum/Zeit.
Das klingt simpel. Ist aber für viele Betriebe der Unterschied zwischen Reaktion und Steuerung.
Warum es so stark wirkt: drei typische Problemstellen
Ohne tägliche Zahlen passiert fast immer das Gleiche:
Erstens werden Entscheidungen vertagt, weil niemand sicher ist, ob die Maßnahme wirkt. Zweitens eskaliert Kommunikation, weil jeder eine andere Zahl im Kopf hat. Drittens steigen Kosten, weil Aktionen länger laufen als nötig oder zu groß aufgesetzt werden.
Daily Reporting zieht dem den Stecker. Ein Satz Zahlen am Tag schafft mehr Ruhe als zehn Meetings.
Welche Kennzahlen wirklich zählen
Sie brauchen keine 30 KPIs. Sie brauchen die paar Werte, die Entscheidungen ermöglichen.
Durchsatz: Wie viele Teile wurden heute geprüft/nachgearbeitet? Wie viele insgesamt?
Damit erkennen Sie sofort, ob der Plan realistisch ist.
Status: Was ist offen, was ist in Arbeit, was ist freigegeben, was ist gesperrt?
Damit vermeiden Sie, dass Material “irgendwo” liegt und keiner weiß, ob es raus darf.
Fehlerarten und Fehlerquote: Was tritt wie häufig auf?
Damit sehen Sie, ob sich das Fehlerbild verändert und wo Sie ansetzen müssen.
Kosten und Aufwand: Stunden, Schichten, Nacharbeit vs. Ausschuss.
Damit können Sie steuern, ob die Maßnahme noch wirtschaftlich ist oder ob Sie umstellen müssen.
Prognose / ETA: Wann sind wir fertig, wann kann wieder geliefert werden?
Das ist die Zahl, die intern und beim Kunden am meisten Druck rausnimmt.
Entscheidungen werden schneller, weil sie nicht mehr “gefühlt” sind
Mit Daily Reporting wird die Diskussion kürzer, weil Sie nicht über Meinungen sprechen, sondern über Fakten. Ein Beispiel aus dem Alltag:
Wenn die Fehlerquote nach der ersten Sortierwelle fällt, können Sie Prüftiefe oder Personal anpassen. Wenn sie stabil hoch bleibt, wissen Sie: Es ist nicht nur Altbestand, der Prozess produziert weiter n.i.O. Dann müssen Sie die Linie stoppen, den Scope erweitern oder Kriterien schärfen.
Ohne tägliche Zahlen merken Sie das oft erst, wenn der Kunde wieder reklamiert.
Kundenkommunikation wird messbar besser
Kunden wollen keine langen Erklärungen. Sie wollen verlässliche Aussagen: Was ist betroffen, was ist bereits geprüft, was ist freigegeben, wann kommt Ware, und wie stellen Sie sicher, dass es nicht wieder passiert.
Daily Reporting liefert genau das, ohne Drama. Und es schützt Sie. Denn sobald Sie sauber dokumentieren, können Sie nachweisen, was zu welchem Zeitpunkt entschieden und umgesetzt wurde.
Der Effekt ist spürbar: weniger Rückfragen, weniger Eskalationen, weniger “Bitte täglich anrufen”.
So setzen Sie Daily Reporting sauber auf
Damit Daily Reporting nicht zur Beschäftigungstherapie wird, muss es strukturiert sein:
-
Eine feste Taktung (täglich, gleiche Uhrzeit, gleicher Empfängerkreis)
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Eine einheitliche Logik und Begriffe (damit alle das gleiche meinen)
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Eine klare Datenquelle (damit niemand Zahlen “schätzt”)
-
Eine Versionierung (damit klar ist, was heute der Stand ist)
Der größte Fehler ist, Reporting nebenbei zu machen und dann selbst nicht zu glauben. Reporting muss so einfach sein, dass es zuverlässig läuft.
Typische Fehler, die Daily Reporting entwerten
Wenn Daily Reporting bei Ihnen bisher “nicht funktioniert” hat, liegt es meist an diesen Punkten:
Zahlen sind nicht vergleichbar, weil jeder anders zählt. Statusdefinitionen sind schwammig, dadurch sind Freigaben unklar. Fehlerbilder werden zu grob erfasst, dadurch kann man nichts ableiten. Kosten werden ignoriert, bis es zu spät ist. Und Prognosen werden aus Druck geschönt, statt sauber berechnet.
Das ist nicht böse gemeint – das ist Alltag. Aber genau deshalb braucht Reporting klare Spielregeln.
Fazit: Daily Reporting macht QS steuerbar
Qualitätssicherung ist am Ende ein Steuerungsthema. Wenn Sie jeden Tag wissen, was Sache ist, treffen Sie schneller die richtigen Entscheidungen: Prüftiefe anpassen, Ressourcen steuern, Maßnahmen beenden oder eskalieren, Kunden belastbar informieren.
Daily Reporting ist kein Zusatzaufwand, wenn es richtig gemacht ist. Es ist die Grundlage dafür, dass Maßnahmen nicht ausufern und dass Qualität, Tempo und Kosten zusammen funktionieren.
Wenn Sie Daily Reporting so aufsetzen wollen, dass es im Alltag wirklich läuft, unterstützen wir Sie gern: strukturierte Datenerfassung, klare Kennzahlen, sauberes Statusmodell und Auswertungen, die intern wie extern überzeugen.


